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Was während der Operation passiert

Die Implantation einer Hüft-Endoprothese gehört heute zu den Routineeingriffen. Ein erfahrenes Team sorgt bereits bei Ihrer Aufnahme für eine optimale fachkundige Betreuung und Versorgung. Jeder weitere, einzelne Operationsschritt folgt dann einem präzise geplanten Ablauf. 

Die Ankunft
Unmittelbar nach Ihrer Ankunft begleiten Klinikmitarbeiter Sie auf Ihre Station. Sollten noch letzte Untersuchungen ausstehen, werden diese nun durchgeführt. Außerdem klärt Sie Ihr Anästhesist ausführlich über mögliche Risiken und die verschiedenen Methoden der Narkose auf. 

Die Narkose
Bei der Teilnarkose bleiben Sie während der gesamten Operation bei Bewusstsein. Infolge der örtlichen Betäubung eines großen Nervs wird lediglich die betreffende Körperregion gefühllos und schmerzunempfindlich. 

Bei der Vollnarkose erhalten Sie ein Medikament, das Sie in wenigen Sekunden sanft einschlafen lässt. Ihr Bewusstsein und Ihr Schmerzempfinden sind dabei ausgeschaltet. Selbstverständlich werden Ihre Vitalfunktionen während des Eingriffs ständig überwacht. 

So läuft eine Operation ab
Bei den Implantationen von zementierten oder von zementfreien Hüft-Endoprothese sind die Abläufe der Operation sehr ähnlich. Sie dauern etwa ein bis zwei Stunden. Neben den herkömmlichen Operationsmethoden kommen auch besonders weichteilschonende Verfahren zum Einsatz. Bei diesen so genannten minimal invasiven Techniken werden bei der Implantation nur kleinere Hautschnitte durchgeführt. Dabei werden die unter der Haut liegenden Muskeln und Weichteile nur beiseite geschoben und müssen nicht durchtrennt werden. Diese Methode belastet den Körper deutlich weniger und kann den Heilungsprozess unter Umständen beschleunigen. Im Folgenden erläutern wir Ihnen die einzelnen Operationsschritte eines Primäreingriffs.

Zunächst wird die erkrankte Hüftgelenkkapsel mit einem operativen Schnitt geöffnet und so das Hüftgelenk freigelegt. Anschließend wird durch die Abtrennung des Oberschenkelhalses der erkrankte Hüftkopf entfernt (Abb. 1). Im nächsten Schritt werden die arthrotischen Knorpelflächen der Hüftpfanne auf die exakte Passform der neuen künstlichen Hüftpfanne vorbereitet. Diese wird dann eingepresst oder eingeschraubt (Abb. 2). Nach Öffnung des Markraumes des Oberschenkelknochens wird dieser mit Spezialraspeln auf die entsprechende Größe des Endoprothesenschaftes gebracht. Auf den Hüftschaft, der entweder zementiert oder zementfrei eingebracht werden kann (Abb. 3), wird anschließend ein Kugelkopf aufgesetzt (Abb. 4). Nun wird das neue Hüftgelenk noch einmal eingehend auf Funktionalität und Beweglichkeit geprüft. Im letzten Schritt wird die Wunde verschlossen und ein Kompressionsverband angelegt. 

Bei Bedarf kann Ihnen Ihr Arzt schmerzstillende Medikamente verschreiben, um den Wundschmerz möglichst gering zu halten. Darüberhinaus kann die Bildung größerer Blutergüsse verhindern werden, indem auftretendes Wundsekret mit Drainageschläuchen abgeleitet wird. Diese Drainagen werden nach spätestens zwei Tagen entfernt, die Operationswunde wird aber weiterhin regelmäßig kontrolliert. Nach zehn bis zwölf Tagen werden dann die Fäden gezogen. Abhängig vom Heilungsverlauf können Sie nun bereits mit einer schonenden, aufbauenden Bewegungstherapie beginnen, zum Beispiel im Bewegungsbad. 

Vorbeugung gegen Thrombose
Um einer Thrombose vorzubeugen, können Kompressionsstrümpfe und blutverdünnende Mittel hilfreich sein. Diese Strümpfe sollten – außer zum Waschen, Duschen oder Baden – so lange getragen werden, bis das Bein wieder vollständig belastet werden kann. 

Welche Risiken sind mit einer Hüft-Operation verbunden?
Grundsätzlich bestehen bei jeder Operation dieser Art Restrisiken wie Blutergüsse, Nachblutungen, Infektionen, Thrombosen oder Embolien, über die Sie ihr Arzt ausführlich informieren wird. Bei der Implantation eines künstlichen Hüftgelenks kommt es jedoch nur selten zu Komplikationen. 

 
   
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