Zur Startseite

 Startseite |   Seitenübersicht |   Kontakt |  Impressum

Fragen und Antworten zur Schulter

Wann brauche ich ein künstliches Schultergelenk?
Bei ausgeprägtem Knorpelverschleiß im Gelenk zwischen Oberarmkopf und Schultergelenkspfanne (Omarthrose) kann eine Schulterprothese weitestgehend eine schmerzfreie Beweglichkeit wiederherstellen.

Es gibt unterschiedliche Gründe für den Verschleiß:

  • hohe mechanische Beanspruchung des Gelenkes
  • Arthrose aufgrund eines länger bestehenden Risses der Sehnenplatte (Rotatorenmanschette), die über den Oberarmkopf zieht
  • rheumatoide Arthritis
  • Knochenauflösung des Oberarmkopfes aufgrund einer Durchblutungsstörung
  • Oberarmkopfbruch, der operativ nicht erhalten werden kann
  • frühzeitiger Verschleiß durch vorhandene Gelenkinstabilität 

Was ist ein Impingement-Syndrom?
Als Impingement-Syndrom bezeichnet man eine Verengung zwischen Schulterdach und Oberarmkopf. Durch das Einklemmen von Kapsel- oder Sehnenmaterial ist seitliches Heben des Armes nur unter Schmerzen möglich. Darüber hinaus kann es zu degenerativen Veränderungen und Entzündungen kommen.

Ursachen für das Impingement-Syndrom können ein gestörter Bewegungsablauf (funktionell) oder Knochenvorsprünge (struktuell) sein. Auch eine Kombination aus beidem ist möglich.

Während sich funktionelle Schäden meist konservativ behandeln lassen, müssen strukturelle meist operiert werden. Hierbei können mittels arthroskopischem Eingriff schmerzhaftes Entzündungsgewebe oder Teile des knöchernen Schulterdaches entfernt werden. Dieser Eingriff dauert je nach Befund ca. 20-40 Minuten mit anschließendem kurzen stationären Aufenthalt.

Nach der Operation wird der Arm mittels Verband kurzfristig ruhiggestellt. Am Tag nach der Operation wird der Drainageschlauch, durch den Wundsekret und Blut ablaufen kann, entfernt und mit der physiotherapeutischen Behandlung begonnen. 

Was ist eine Rotatorenmanschettenruptur?
Die Muskeln, die die Schulter wie eine "Manschette" umhüllen, bezeichnet man auch als Rotatorenmanschette. Bei einem teilweisen oder vollständigen Riss einer einzelnen Sehne oder auch mehrerer (im Extremfall aller Sehnen) spricht man von einer Rotatorenmanschettenruptur. Mit zunehmenden Alter steigt die Gefahr Rotatorenmanschettendefekte zu erleiden, die jedoch häufig gar nicht erkannt werden. 

Kommt es zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Alltag wird zunächst eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Eventuell kann eine zusätzliche Kernspintomographie nötig werden. Wird der Verdacht bestätigt stehen die konservative und die operative Therapie zur Verfügung. Über die Wahl der richtigen Therapie muss individuell von Fall zu Fall entschieden werden.

Konservative Therapien können Krankengymnastik in Verbindung mit anderen Maßnahmen wie z. B. Elektro- und Ultraschalltherapie, Injektionen oder die Verabreichung entzündungshemmender Medikamente sein. 

Bei der operative Therapie wird immer häufiger zur Schulterspiegelung gegriffen. Hier kann neben einer genauen Diagnose der Schaden gleichzeitig minimal-invasiv (also weichteilschonend) genäht werden. Dabei wird häufig auch der enge Raum unter dem Schulterdach erweitert und der entzündete Schleimbeutel entfernt. Ja nach Fall kann auch eine offene Operation erforderlich sein.

Nach einem Eingriff, bei dem die Rotatorenmanschette genäht wurde, ist eine spezielle physiotherapeutische Nachbehandlung nötig, die insgesamt drei bis sechs Monate dauern kann.

 
   
© C-CONSULTING MEDIA GMBH