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Kontakt

Chefarzt
Dr. Torsten Stein
Chefarzt Kardiologie Aurich

Sekrektariat
Birgit Bergmann
Telefon: 04941 94-4501
Telefax: 04941 94-4599
E-Mail:   birgit.bergmann@u-e-k.de

Kardiologie

Liebe Patientinnen, liebe Patienten, liebe Kolleginnen und Kollegen

Wir begrüßen Sie sehr herzlich auf der neuen Webseite der Klinik für Kardiologie, Rhythmologie und Gefäßmedizin am Ubbo-Emmius-Klinikum  Aurich. Wir sind seit 01.07.2015 hier für Sie da:

Ein Team aus einem Chefarzt, 2 Oberärzten , 1 Funktionsärztin und drei Assistenzärzten.

Wir versorgen- in enger Kooperation mit den Kollegen der Anästhesiologie, Intensivmedizin und allgemein internistischen Medizin die Patienten mit Herzkreislauferkrankungen. Wir bieten ein breites Angebot an diagnostischen und therapeutischen Leistungen an und wollen die Versorgung der Herzpatienten, gemeinsam in vertrauensvoller Zusammenarbeit  in der Region weiter verbessern.

Für eine optimale Versorgung der Patienten gibt es eine 24-Stunden-Rufbereichtschaft des Herzkatheterlabors.

Eng wollen wir mit den niedergelassenen Kollegen gemeinsam Ihre Gesundheit wiederherstellen und erhalten.

Bringen Sie deswegen bitte, falls möglich Vorbefunde, Ihre Medikation (ggf. Tablettenpackungen) zum Abgleich mit unseren Unterlagen mit.

Wertsachen (Schmuck, größere Geldbeträge) lassen Sie dagegen besser zuhause.

Sollten Sie bestimmte Medikamente in der Vergangenheit nicht vertragen haben, bitten Sie den Aufnahmearzt und die Aufnahmeschwester, dies in Ihrer elektronischen Akte zu vermerken.

Sollten Sie implantierte Aggregate (Schrittmacher, Defibrillatoren, Stents) etc.  haben, bringen Sie, falls möglich die Implantationskarte oder Ihren Schrittmacherausweis mit. Auch kopierte alte Arztbriefe helfen oft weiter, insbesondere wenn Sie sich bereits in anderen Häusern invasiven  Prozeduren am Herz- Gefäßsystem unterzogen haben. 

Wir sehen hauptsächlich Patienten mit koronarer Herzkrankheit, Erkrankungen der Herzklappen, Herzrhythmusstörungen auf unseren Stationen. Eine ambulante Zulassung für gesetzlich- versicherte Patienten  für bestimmte Leistungen wird beantragt.

Leistungen

Nicht-invasive Kardiologie
Selbstverständlich bieten wir alle gängigen Verfahren der nicht- und minimalinvasiven Kardiologie an.

24-Stunden-Rufbereitschaft
Wir bieten eine 24-Stunden-Rufbereitschaft, 7 Tage die Woche für Patienten mit akutem Herzinfarkt. Hotline: 04941 94-4511.

EKG, Langzeit-EKG
Hier werden der Herzrhythmus, die Erregungsbildung und Erregungsrückbildung des Herzens untersucht. Oft gibt dies Hinweise auf Rhythmusstörungen, Herzschwäche oder koronare Herzkrankheit, wobei ein normales EKG diese Probleme natürlich nicht ausschließen kann.  Oft sind deswegen weitergehende Untersuchungen notwendig. 

Echokardiographie
Hier wird das Herz in seiner Funktion und Herzklappen mit Ultraschallwellen dargestellt.  Die Bildgebung kann von der Brustwand (TTE) oder über die Speiseröhre (unter örtlicher Betäubung, Schluckecho, TEE) erfolgen. 

Belastungs-EKG und Stressechokardiographie
Bei Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit, Frage von Rhythmusstörungen und Beschwerden wie Luftnot unter Belastung wird das Herz nicht- invasiv untersucht. Hierbei fährt der Patient auf einem Fahrrad oder wird auf einer Untersuchungsliege medikamentös stimuliert und die Reaktion von Herzfunktion, EKG und Blutdruck werden dabei registriert.
Im Anschluss werden je nach Befundsituation weitere Therapieverfahren diskutiert (z. B. Zuwarten, Medikamente, Herzschrittmacher, Ablationen, Herzkatheter) mit dem Patienten, oft auch mit den zuweisenden Kollegen besprochen. 

Rhythmologie
Viele Patienten sind mit Herzrhythmusstörungen im Alltag belastet. Diese können mit modernen Therapiemethoden wie der Radiofrequenzablation, Kryoablation oder auch Medikamenten erfolgreich kuriert oder zumindest deutlich gebessert werden. Am Anfang der erfolgreichen Therapie steht die korrekte Diagnose.  Hier stehen neben der klinischen Diagnostik das Elektrokardiogramm, das Langzeit-EKG aber auch kleine implantierbare Ereignisrecorder, welche unter die Haut implantiert über Jahre hinaus genaue Rhythmusdiagnostik liefern können, zur  Verfügung. Viele Rhythmusstörungen sind nicht nur mit Symptomen belastet sondern erhöhen auch das Risiko des plötzlichen Herztodes, von Demenz und Schlafanfällen.  Hier können Medikamente wie Markumar, NOAK '1 aber auch der Vorhofohrverschluss  Abhilfe schaffen.
Diese Eingriffe erfolgen relativ wenig invasiv, meist über die Leistenvenen.

Vorhofflimmern
Ist die häufigste Rhythmusstörung, sie betrifft etwa jeden zehnten älteren Menschen. Die Dunkelziffer ist hoch, da viele Patienten- gerade die älteren, diese Rhythmusstörungen eventuell gar nicht fühlen. Das besondere Problem ist hier das Risiko der Blutgerinselbildung im Herzen, welche Embolien zu  Schlaganfall oder Demenz führen kann. Symptome des Vorhofflimmerns sind oft Abfall der körperlichen Leistungsfähigkeit, Schwindel, unregelmäßiger Pulsschlag und Herzrasen, Luftnot. Das Herz schlägt bei Vorhofflimmern oft zu schnell, wodurch es geschwächt werden kann (sogenannte Tachykardiomyopathie). Aber auch eine zu langsame Herzfrequenz kann Problem bereiten, gerade wenn der normale Herzrhyhtmus zu langsam wieder einsetzt. Dies kann bis zu Ohnmachtsanfällen führen.  Therapiemöglichkeiten beinhalten: 

  • Radiofrequenzablation mit  3D-Mapping(Carto)
  • Kryoablation mit einem Kryoballon
  • Ablation des AV-Knotens und Implantation eines Schrittmachersystems
  • Medikamentöse Therapie


Meist ist eine dauerhafte Gerinnungshemmung notwendig (Antikoagulation, Marcumar).
Sollte die Gerinnungshemmung nicht verträglich sein oder das Blutungsrisiko als zu hoch eingeschätzt werden, steht alternativ der sogenannte Vorhofohrverschluss hier am Hause zur Verfügung.
Dabei wird im linken Vorhof der Eingang zum Vorhofohr mit einem kleinen Schirmchen versehen, sodass sich keine Blutgerinnsel  mehr bilden beziehungsweise in den Kreislauf geschleudert werden können. Damit wird das Schlaganfallrisiko deutlich gesenkt ohne dauerhaft das Blutungsrisiko zu steigern, auch im Vergleich zur Marcumartherapie.

Andere supraventrikuläre und ventrikuläre Rhythmusstörungen
Viele Patientinnen und Patienten sind von plötzlichem Herzrasen und teilweise verbunden mit Luftnot, Schwindel, Panikattacken betroffen. Diese betreffen oft auch jüngere Patienten. Wir können mit Hilfe elektrophysiologischer Untersuchung genau feststellen, um welche Rhythmusstörung es sich handelt, wie gefährlich diese ist und gegebenenfalls eine Ablationsbehandlung, welche in den meisten Fällen erfolgreich ist, anbieten. Auch Patienten, welche einen implantierten Defibrillator tragen, können in Einzelfällen durch eine Ablationstherapie vor Defibrillator- Schocks geschützt werden.

Herzkatheteruntersuchung
Viele Patienten, gerade solche, die von Risikofaktoren wie Rauchen, Diabetes mellitus, hohen Cholesterinwerten,  hohem Blutdruck, familiärer Belastung betroffen sind, oder einfach älter werden, entwickeln eine sogenannte Arteriosklerose, das heißt eine Verengung der Arterien. Häufig betrifft diese Arteriosklerose auch die Herzkranzgefäße (=Koronargefäße). Diese Versorgen das Herz mit sauerstoffreichem Blut. Verschließt sich ein Herzkranzgefäß abrupt, so kommt es zum Herzinfarkt (Myokardinfarkt). Dabei stirbt innerhalb von Minuten bis Stunden das Herzmuskelgewebe ab. Folgen sind oft Herzschwäche, Rhythmusstörungen, plötzlicher Herztod. Etwa 1/3 bis die Hälfte der Patienten, die von einem Herzinfarkt betroffen sind, erreichen das Krankenhaus nicht lebend. Deswegen ist schnelle Hilfe geboten. Sollten Sie von plötzlichem Druck auf der Brust, gegebenenfalls Verbunden mit Atemnot, Unwohlsein, Ausstrahlung des Druckgefühles in den Armen oder Kiefer, Oberbauch oder Rücken betroffen sein, alarmieren Sie bitte den Notarzt (112). So kann schnelle Hilfe organisiert werden. Meistens kann das Herzkatheterlabor bereits alarmiert werden, wenn der Notarzt vor Ort Sie sieht und ein Elektrokardiogramm ableitet. Damit wird die Zeit bis zu einem Wiedereröffnen des Herzkranzgefäßes deutlich verkürzt, damit die Überlebenszeit verbessert und auch die Herzleistung erholt sich im Verlauf besser. Leider vergehen nach wie vor Deutschlandweit im Schnitt über drei Stunden, bis der Notarzt alarmiert wird. Damit wird die ‚goldene Stunde‘, während derer eine interventionelle Behandlung besonders viel hilft,  oft versäumt.
Heute können wir über  Kathetersysteme feine Drähte in die Koronargefäße vorschieben, die dann mit Ballons und Gefäßstützen (Stents) aufgedehnt und wiedereröffnet werden. Diese Therapie ist meist erfolgreich, erfordert allerdings anschließend  eine dauerhafte medikamentöse Therapie um ein Wiederverschließen der Gefäße zu verhindern. Besonderes Augenmerk legen wir auch auf die Behandlung der Risikofaktoren.
Eine Vielzahl der Patienten leidet aber zum Glück  nicht am akuten Myocardinfarkt sondern an Angina pectoris (Brustenge) unter Belastung. Auch diese Patienten können heutzutage mit einer Stentimplantation erfolgreich behandelt werden. Ob eine solche Stentimplantation geboten ist, entscheidet sich bei einer Herzkatheteruntersuchung. Dabei wird eine kleine Schleuse in die Beinarterie oder die Armarterie eingeführt. Katheter werden zum Herzen vorgeschoben und Röntgenkontrastmittel in die Kranzgefäße gespritzt. Dabei lassen sich Verengungen meist gut diagnostizieren. Viele Patienten kathetern wir über die Handgelenkarterie, dies ist ein relativ schonendes Verfahren, bei welchem Sie meist direkt nach der Untersuchung wieder laufen können. Auch sind die Blutungsrisiken durch dieses Vorgehen vermindert.
 Gelegentlich helfen wir uns mit dem intravaskulären Ultraschall (IVUS) oder dem sogenannten Druckdraht, um die Relevanz einer Verengung  genau zu bestimmen. Häufig ist erst dann die Implantation eines Stentes eindeutig notwendig bzw. es kann auf ihn verzichtet werden.
Alternativ steht –je nach Befund und Begleiterkrankungen bei Koronarengstellen und -Verschlüssen gegebenenfalls die medikamentöse Therapie oder die Bypassoperation zur Verfügung. Hier kooperieren  wir eng mit anderen Zentren wie zum Beispiel das Klinikum Oldenburg Kreyenbrück.

Implantologie
Die Implantation von Schrittmachersystemen, Defibrillatoren, und CCM-Geräten ist ein weiterer Schwerpunkt dieser Klinik. Auch subkutane Defibrillatoren  können mittlerweile erfolgreich in der  Ubbo-Emmius-Klinik implantiert werden. Alle diese Geräte können auch bei Batterieerschöpfung gewechselt bzw. bei Notwendigkeit mit neuen Sonden bzw. neuen Systemen aufgerüstet werden.

Sagen Sie uns bitte Ihre Meinung!

Wir sind ein neues Team hier in Aurich und lernen stets durch Ihre Anregungen, Bitten und Anfragen dazu.

Sie helfen uns, wenn Sie konstruktive Kommentare, Wünsche und Anregungen an folgende E-Mailadresse senden: torsten.stein@u-e-k.de

Vielen herzlichen Dank

Ihr Dr. med. Torsten Stein

 
   
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