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27.06.2019 07:28 Alter: 138 days

UEK Aurich: Hohe Kompetenz bei Darm-Erkrankungen


BU: Gemeinsam mit dem Team des Kompetenzzentrums für Chirurgische Koloproktologie freuen sich die Medizinische Geschäftsführerin Dr. Astrid Gesang (4.v.l.) und Chefarzt Dr. Johann Strandborg (r.) über die Zertifizierung.

Aurich. Patienten mit Darm- Enddarm und Schließmuskel-Erkrankungen (Koloproktologie) werden in der Ubbo-Emmius-Klinik bestens versorgt. Das unterstreicht die erneute Zertifizierung als „Kompetenzzentrum für Chirurgische Koloproktologie“. Chirurgische Abteilungen, die über große Erfahrung, fachliche Expertise und hohe Qualität auf dem Gebiet der Diagnostik sowie operativen und auch konservativen Therapie aller gut- und bösartigen Erkrankungen des Darms verfügen, können sich als koloproktologisches Zentrum zertifizieren lassen. Das Zertifikat als koloproktologisches Zentrum wird durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) vergeben.

„Wir übertreffen die geforderten Mindesteingriffszahlen im Bereich der chirurgischen Darm- und Enddarm-Behandlung bei weitem und verfügen über alle notwendigen Qualifikationen der behandelnden Ärzte“, beschreibt Dr. Johann Strandborg, Chefarzt der Abteilung für Allgemein-, Thorax-, Viszeralchirurgie und Proktologie der UEK Aurich einen Teil der Anforderungen an die Zertifizierung. Zu diesen Eingriffen zählen alle Untersuchungsverfahren für den Darm, die operative Teilentfernung des Dickdarms (Kolonresektion), die operative Teilentfernung des Mastdarms (Rektumresektion) sowie die operative Behandlung aller Schließmuskelerkrankungen wie Hämorrhoiden, Fisteln und Analkrebs. Auch muss die interdisziplinäre Kooperationen mit beteiligten Fachbereichen stimmen. Dies sind die Gastroenterologie, die Urologie, die Gynäkologie, die Neurologie, die Strahlentherapie, die Onkologie, die Radiologie und die Pathologie. „Da nicht alle Fachbereiche in unserem Haus vorhanden sind, haben wir entsprechende Kooperationsverträge mit den Kollegen in den Arztpraxen geschlossen“, so Dr. Strandborg.

„Grundsätzlich verfügen zertifizierte Zentren über große Erfahrung in der Patientenbehandlung. Von diesen erfahrenen Teams – wie hier im Bereich der Darm-Behandlung - profitieren unsere Patienten“, sagt die Medizinische Geschäftsführerin Dr. Astrid Gesang. Das unterstreichen auch die Zahlen. So wird im Rahmen der Zertifizierung sehr intensiv der Verlauf nach der Operation des Mastdarmkrebs begutachtet. Diese Operationen gelten als die aufwändigsten aus dem Bereich der Darmchirurgie. Überprüft werden u.a. die auftretenden Komplikationsraten. Eine typische Komplikation in der ersten Woche nach der Operation kann das Aufreißen der Darmnaht – die sogenannte Anastomoseninsuffizienzrate sein. „Diese Komplikation ist schwerwiegend, lässt sich aber leider nicht in allen Fällen verhindern“, so Dr. Strandborg. Laut Leitlinie darf dieses Problem in höchstens 15 Prozent der Fälle auftreten. Die Auricher Klinik hatte 2018 eine sehr niedrige Komplikationsrate von unter 10 Prozent in diesem Bereich. Auch ein zweiter Wert unterstreicht die Leistungsfähigkeit des Auricher Teams. Laut Zertifizierungsordnung darf der Krebs nach fünf Jahren in höchstens 10 Prozent der Fälle im Becken wieder nachgewachsen sein. Dies ist die Lokalrezidivrate. Bei der Erstzertifizierung 2013 lag der Wert mit 7,4 Prozent schon deutlich unter dem Bundesdurchschnitt und konnte erfreulicherweise aktuell nochmals weiter auf 6,1 Prozent abgesenkt werden.

Insgesamt bestätigen die Auditoren der UEK in diesem Bereich eine „sehr gute Struktur, Prozess- und Behandlungsqualität“. Gleichzeitig zeigten sie sich in ihrem Abschlussbericht „erfreut“, dass inzwischen wichtige Schritte in Richtung eines Verbundes zwischen den Kliniken Emden, Aurich und Norden mit einem Neubau an einem zentralen Standort eingeleitet werden konnten.


 
   
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