Zur Startseite

 Startseite |   Seitenübersicht |   Kontakt |   Impressum |  Datenschutz

03.07.2019 11:23 Alter: 77 days

BFD im Krankenhaus als Chance nutzen


Anakin Aden absolviert sein BFD auf der Intensivstation in Aurich

Aurich. Der Bundefreiwilligendienst (BFD) wurde 2011 als Ersatz für den Zivildienst eingeführt. Dort können sich Männer und Frauen jeden Alters gesellschaftlich engagieren und in sozialen, ökologischen oder kulturellen Einrichtungen arbeiten. Seit einiger Zeit haben viele Anbieter allerdings Probleme ihre offenen Stellen zu besetzen. Dabei bietet das BFD gerade jungen Menschen die Möglichkeit, sich zu orientieren und erste praktische Erfahrungen in einem Berufsfeld zu sammeln wie zwei BFDler der Ubbo-Emmius-Klinik (UEK) zeigen.

Die UEK bietet jedes Jahr zum ersten August mehreren BFDlern die Möglichkeit den Krankenhausalltag kennenzulernen. Noch sind in diesem Jahr Plätze frei. Die Freiwilligen assistieren dann den Pflegekräften bei ihren Aufgaben und unterstützen die Patienten bei ihrem Klinikaufenthalt. Im letzten Sommer haben unter anderem Anakin Aden (Intensivstation Aurich) und Franz Röder (Gastroenterologie Norden) ihren Freiwilligendienst in der UEK begonnen. Die beiden jungen Männer wollten nach der Schule erst einmal etwas Praktisches machen, das Interesse für die Arbeit im Krankenhaus war schon im Vorfeld vorhanden. „Ich hatte überlegt, vielleicht Medizin oder Biochemie zu studieren. Da war das BFD eine gute Möglichkeit, den Krankenhausalltag kennenzulernen und erste Erfahrungen zu sammeln“, erzählt Anakin Aden. Jetzt hilft der 19-Jährige dem Pflegepersonal bei der Betreuung der Patienten, bestückt die Pflegenebenräume und durfte im OP dabei sein. Besonders begeistert ist er von den medizinischen Aspekten der Arbeit. „Operationen sind total spannend, auch wenn ich da natürlich nur zugucken darf“, sagt der Ihlower schmunzelnd.

Für Franz Röder stehen die zwischenmenschlichen Werte bei der Arbeit im Vordergrund. Schon vor seinem Realschulabschluss hatte der 20-Jährige angefangen sich für den Beruf des Krankenpflegers zu interessieren. Weil er später nicht nur im Büro sitzen wollte. Jetzt unterstützt der Norder die Patienten während ihres Aufenthalts im Krankenhaus, reicht ihnen das Essen an oder wäscht sie unter Anleitung einer ausgebildeten Pflegefachkraft. „Natürlich musste ich mich erst einmal an die Aufgaben gewöhnen, aber mittlerweile bin ich entspannter im Umgang mit den Patienten. Man lernt viele nette Leute kennen und hat immer wieder interessante Gespräche“, so Franz Röder.

Beide BFDler sind froh, dass sie sich für den Freiwilligendienst entschieden haben. „Die Einblicke, die ich in einem Jahr sammeln konnte, haben sonst nicht so viele Menschen. Und es hat mich in meiner Entscheidung bestärkt, dass ich Medizin studieren möchte“, betont Anakin Aden. Er hat die Bewerbungen schon abgeschickt und wartet jetzt auf die Antworten der Universitäten. Auch Franz Röder sieht seine Zukunft im Krankenhaus. Nach dem BFD wird er eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger in der Ubbo-Emmius-Klinik anfangen. „Ich kann das BFD auf jeden Fall empfehlen! Es hat mir nicht nur eine Ausbildungsstelle verschafft, sondern auch viel Spaß gemacht.“

Weitere Informationen zum Freiwilligendienst bei der UEK stehen im Internet unter www.u-e-k.de, Stichwort Bundesfreiwilligendienst. Allgemeine Informationen zum BFD gibt es auch auf der Homepage des Bundesfreiwilligendienstes. Gerne informiert die UEK auch direkt in den Schulen über die Aufgaben und Inhalte des BFD.


 
   
© C-CONSULTING MEDIA GMBH